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                Die wichtigsten Psychopharmaka im Überblick

Im Folgenden soll ein Überblick der wichtigsten Psychopharmaka-Gruppen gegeben werden.
Auf Grund der unüberschaubaren Vielfalt werden nur die wichtigsten Gruppen angeführt. Daneben gibt es noch zahlreiche neuere oder noch wenig erprobte Medikamente oder Präparate, die keiner speziellen Wirkstoffgruppe zugeordnet sind.
Psychopharmaka sind Substanzen, welche in die Regulation zentral-nervöser Funktionen eingreifen und seelische Abläufe verändern -psychotrope Effekte bewirken. Sie haben keine “heilende” Wirkung, sondern unterdrücken die Symptome.
Wichtig ist die Feststellung, dass Neuroleptika und Antidepressiva einen verzögerten Wirkeintritt haben, während die Nebenwirkungen bereits kurz nach Beginn der Einnahme auftreten können. Auch die antispsychotische/ psychotrope Wirkung tritt oft erst nach Wochen ein, während z.B. eine antriebssteigernde/beruhigende Wirkung relativ schnell eintritt.

Psychotrope Wirkung bedeutet:
...Beruhigung
...Aktivierung
...Veränderung der Stimmung
...Unterdrückung psychotischer Phänomene (Halluzinationen, motorische Erregung, Wahn)

Psychopharmaka verändern neurophysiologische oder biochemische Vorgänge und haben damit indirekt Einfluss auf die Psyche des Menschen.
Damit verbunden ist aber auch oft, zumindest am Anfang der Behandlung, eine mehr oder weniger starke Beeinträchtigung des Reaktions- Konzentrationsvermögens, der motorischen Fähigkeiten und der Vigilanz (Wachheit). Vor allem gleichzeitiger Alkoholgenuss und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können diese Wirkung wesentlich verstärken.
Gerade bei Hypnotika und Tranquillizer kommt es je nach Wirkdauer zu sogenannten “Hang-Over-Effekten”. Das heisst die beruhigende, schlaffördernde Wirkung ist auch am nächsten Morgen oder den ganzen Tag noch zu verspüren, was tagsüber zu unerwünschter Beinträchtigung führen kann. Dies muss am Therapiebeginn berücksichtigt werden und eine evtl. verminderte Fahr- und Arbeitstauglichkeit einkalkuliert werden.
Ein Thema ist hierbei sicherlich auch der “Placebo-Effekt”. D.h. die psychische positive Wirkung eines Medikamentengabe nur durch die Erwartung und den Glauben des Patienten an den Erfolg
der Arznei, unabhängig von deren tatsächlicher physischer Wirkung. 
Dieser wird sehr kontrovers diskutiert, letzten Endes sind aber wohl kaum stichhaltige Fakten vorhanden, wieviel % der Wirkung eines Psychopharmaka auf Placebo-Effekten beruht. Man darf aber wohl sagen, je ausgeprägter und schwerer die Krankheit, vor allem psychotischer Ausprägung, um so geringer der Effekt.
Oder umgekehrt: Bei leichteren Erkrankungen, vor allem im nicht-psychotischen Bereich, spielt der Placebo-Effekt eine sicherlich grössere Rolle. Schon die Gewissheit des Patienten, nicht alleine zu sein, sich in guten Händen zu befinden, kann ihm unabhängig von der Wirkung eines Arzneimittels helfen bei der Bewältigung seiner Probleme. Auf diesem Prinzip beruht ja zumindest zum Teil auch die Psychotherapie an sich.
 
Psychopharmaka gehören heute zu den am meisten verordneten Medikamenten und ermöglichen es, viele psychiatrische Krankheiten ambulant zu behandeln. Einsatz finden sie auch in der Prophylaxe, um einen Wiederausbruch der Erkrankung zu unterdrücken.
Kaum eine andere Medikamentengruppe aber wird auch so kontrovers diskutiert und ist durch missbräuchlichen Einsatz in Verruf geraten. Vor allem der nicht bestimmungsgemässe Einsatz von Tranquillizern, Appetitzüglern, Hypnotika und Psychostimulanzien aller Art begründen den teilweise schlechten Ruf dieser Wirkstoffgruppe.
Vorurteile gegen “Psychodrogen, medikamentöse Konfliktlöser” bedingen nicht selten die Absetzung eines Medikamentes mit den entsprechenden negativen Folgen, nämlich dem Wiederausbruch oder der Verschlimmerung einer psychischen Störung.

Wesentlich ist der Einsatz dieser Medikamente im Rahmen eines Gesamt-Behandlungsplans.
Die Gabe von Psychopharmaka ohne begleitende therapeutische und fürsorgliche Massnahmen,
ohne Einbeziehung des sozialen, familiären Umfeldes in die Behandlung ist nicht empfehlenswert.
Vor allem im Zusammenhang mit begleitender Therapie erzielen Psychopharmaka gute Ergebnisse
in der Behandlung. Wichtig ist dabei auch eine regelmässige Kontrolle und gegebenfalls Dosisanpassung.

             hauptsächliche Einsatzbereiche:


 

  Tranquillizer

  Antidepressiva

   Neuroleptika

   Hypnotika

Schlafstörungen

            -

  depressionsbedingt                 +

           -

            +

Erregungszustände

           +

            -

           +

            -

Angst/Panikstörungen

           +

            +

           -

            -

Zwangsstörungen

             -

            + 

           -

            -

Depressionen

            -

            +

           + 

            +

Psychosen, Manie Schizophrenien

            -

            -

           +

            -

 

 

 

 

 


Die wesentlichen Gruppen sind:

                                          Tranquillizer:

-sind Psychopharmaka mit angstlösender, schlaffördernder, beruhigender und emotional entspannender Wirkung. Sie wirken aber nicht antipsychotisch, sind also bei Psychosen mit positiver Symptomatik (Wahn, Halluzinationen) nicht therapeutisch wirksam.
Sie werden bevorzugt bei Angst- und Erregungszuständen, abnormen Konflikt- und Erlebnisreaktionen, Spannungszuständen, suizidalen Krisen und Schlafstörungen eingesetzt.
Die Wirkung setzt sehr rasch ein.
Die Verabreichung erfolgt mit der möglichst niedrigen Einstiegsdosierung und entsprechender Steigerung , umgekehrt wird das Medikament mit kleiner werdender Dosierung abgesetzt.
Insgesamt sollte die Verabreichung nur kurzfristig (max.3Monate) erfolgen.

Man unterscheidet hierbei
 -pflanzliche Sedativa: 
Kavain, Baldrian, Hopfen die bei leichteren Symptomen wie ängstlicher Unruhe, Gereizheit oder Nervösität versuchsweise eingesetzt werden können. In Tropfenform enthalten diese Mittel oft wie viele andere auch Alkohol. Deswegen sind diese für Alkoholiker nicht geeignet.

-niedrig dosierte/schwach potente Neuroleptika:
diese erzielen die gleiche Wirkung mit dem  Vorteil des fehlenden Abhängigkeitspotentials aber mit
stärker ausgeprägten Nebenwirkungen

-sonstige anxiolytisch (angstlösend) wirksame Substanzen:        
am bekanntesten sind Betarezeptorenblocker, die vor allem bei situationsabhängigen
und vegetativen Symptomen (Herzrasen,Luftnot,Zittern) eingesetzt werden, in den letzten Jahren vor allem von Schauspielern,Prüflingen,Sportlern verwendet zur Überwindung von  Lampenfieber,Prüfungsangst
Eine zentral angstdämpfende Wirkung ist aber umstritten.
             
- chemisch neuartige(non-Benzodiazepin)-Tranquillizer:
z.B.Buspirin ist nicht muskelrelaxierend nicht sedierend, nicht schlafanstossend. Verwendung bei generaliesierten Angststörungen.Für die akute Behandlung ist es wegen seiner langen
Wirklatenz (ca.14Tage) nicht geeignet.

-Benzodiazepin-Tranquillizer: 
sind die wichtigste und am meisten verbreitete Gruppe von Tranquillizern. Sie wirken unterschiedlich stark sedierend muskelrelaxierend,angstlösend und finden auch Anwendung bei der Behandlung von Epilepsien.Sie zeichnen sich durch relativ gute Verträglichkeit und ein breitgefächertes  therapeutisches Einsatzgebiet aus.Vor allem am Beginn der Therapie kann es aber zu verlangsamten  Reaktionszeiten, Müdigkeit und Aufmerksamkeitsdefiziten kommen, wodurch die Fahrtüchtigkeit herabgesetzt ist.
Es besteht auch die Gefahr einer psychischen und körperlichen Abhängigkeitsentwicklung., weswegen sie auf keinen Fall bei abhängigkeitsgefährdeten Patienten (Alkohol,Drogen)  eingesetzt werden sollten.
Vor allem nach mehrmonatiger Einnahme kann es zu
  Entzugserscheinungen kommen:
-Schwitzen, Übelkeit, Kreislaufstörungen, Konzentrations- /
-Antriebsstörungen, Schlaflosigkeit
-in schweren Fällen(ca20%) Delirien, paranoide Halluzinationen,                                                        Krampfanfälle, Wahrnehmungsveränderungen
Zur Vermeidung ist eine schrittweise Dosisreduzierung über Wochen wichtig.
Benzodiazepine werden auch begleitend bei schwer ängstlich agitierten oder reaktiven bzw. suizidalen Depressionen, in der Notfallmedizin (Herzinfarkt) oder zur Narkoseeinleitung eingesetzt.

mögliche Nebenwirkungen:
-Konzentrationsminderung, Schwindel, Appetit/Sexualstörungen
-Gedächtnisstörungen, Erregung/Unruhe(Paradoxwirkung)Artikulationsstörungen

Paradoxe Medikamentenfolgen: Insbesondere im höheren Lebensalter kann es zu paradoxen Nebenwirkungen kommen. D.h. es wird genau die entgegengesetzte Wirkung erzielt. Die Betroffenen fühlen sich belebt und erfrischt, sodann unruhig, überdreht, gereizt oder sogar aggressiv. Auch Ein- und Durchschlafstörungen können vorkommen.

Wohl bekanntestes Medikament diese Gruppe dürfte Valium (Wirkstoff Diazepam) sein
Ihre Wirkung beruht wahrscheinlich auf  einer Verstärkung der Wirkung des Botenstoffs GABA.

                                        Hypnotika (Schlafmittel)

-stellen keine eigene scharf abgegrenzte Arzneimittelgruppe dar.
So bezeichnet werden alle Medikamente, die Schlaf erzeugen.
Somit gehören hierzu auch Tranquillizer,sedierende Antidepressiva,Neuroleptika, Antihistaminika  und andere sedierende Arzneimittel. Wesentlich für die Benennung als Schlafmittel ist im Prinzip die Dosierung und der Einsatz mit dem Ziel der Therapie von Schlafstörungen.

In diese Gruppe fallen auch die Barbiturate. Sie sind wirksame Schlafmittel, werden aber nicht mehr zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt. Sie haben bei Überdosierung eine hohe Toxidität und können in suizidaler Menge zum Tod führen. Meist kommt es auch zu einer kurzfristigen Toleranzentwicklung, d.h. die Dosis muss -um die gleiche Wirkung weiterhin zu erzielen- erhöht werden, weshalb das Abhängigkeitsrisiko hoch ist.

Der Einsatz von Schlafmitteln über längere Zeit ist nicht sinnvoll, da diese i.d.R. nicht die Ursachen der Schlafstörungen beseitigen und zur Gewöhnung und zumindest psychischer Abhängigkeit führen können.
Wichtiger ist es, die Ursache der Schlafstörung zu erforschen. Diese können sehr vielfältig sein: Schichtarbeit, Lärm, körperliche Beschwerden, psych. Erkrankungen (z.B. Depressionen, Angst, belastende Lebensumstände), Nebenwirkungen anderer Arzeimittel, Evtl. kann bereits eine Veränderung der Lebensgewohnheiten, der Ernährung und die Förderung der natürlichen Ermüdung durch Sport helfen.
Gerade bei Schlafstörungen können auch Entspannungmethoden oder verhaltenstherapeutische Massnahmen angewendet werden.
Erst wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind, sollten Hypnotika zum Einsatz kommen und auch dann natürlich nicht auf Dauer.

                                                Antidepressiva:

Siehe Depressionen.

                                       Neuroleptika(Antipsychotika):

-sind Psychopharmaka, die vorwiegend dämpfend wirken und darüber hinaus eine antipsychotische Wirkung haben. Die sedierende und hypnotische Wirkung nimmt mit zunehmend antipsychotischer Wirkung ab.Ihr klinisch-therapeutischer Effekt beruht auf der dämpfenden Wirkung auf
-psychomotorische Erregtheit, psychotische Sinnestäuschungen,Wahndenken, katatone                      Verhaltensstörungen, affektive Spannungen, Aggressivität und schizophrene Ich-Störungen.

Haupteinsatzgebiet sind psychomotorische Störungen, affektive Spannung und psychotische Denk- und Wahrnehmungsstörungen.
Anwendung finden sie neben der Akutbehandlung auch zur Rezidivprophylaxe  bei schizophrenen Patienten, um einer Wiedererkrankung vorzubeugen. Hierbei werden oftmals Depotpräparate eingesetzt, die ihre Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum abgeben.


Sie werden unterteilt in
...hochpotente Neuroleptika:

zur Behandlung psychotischer Zustandsbilder. Dazu gehören produktive Symptome wie Wahn, Denkstörungen, Halluzinationen, Sinnestäuschungen. Die sedierende Wirkung ist gering.
...schwachpotente Neuroleptika: 
mit vorwiegend dämpfender und hypnotischer Wirkung bei psychomotorischen Erregungszuständen.
Dazwischen liegen die weniger spezifischen mittelpotenten Neuroleptika mit sowohl sedierender als auch antipsychotischer Wirkung

Da oftmals mehrere Symptome nebeneinander existieren, kann auch die Kombination eines hoch- mit einem schwachpotenten Mittel angeraten sein. Die Kombinationstherapie führt aber zu einer höheren Belastung des Patienten und sollte nur in Fällen ausgeprägter Angst/Erregung geschehen.

Die Gefahr einer Abhängigkeit besteht nicht.
Mögliche Nebenwirkungen: 
typisch vor allem für schwachpotente Mittel sind vegetative Symptome wie Mundtrockenheit, Schwitzen, Speichelfluss, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, motorische Unruhe, leichte Blutdrucksenkung
Bei hochpotenten Mitteln sind die wichtigsten Nebenwirkungen
                  extrapyramidal-motorische Symptome:
     Exkus: Die Pyramidenbahnen sind Teil des zentralen Nervensystems und steuern die                                           Willkürmotorik, die Muskelreflexe
Bei 10-30% der Patienten kommt es innerhalb der ersten Tage zu sogenannten Frühdyskinesien wie Blickkrämpfen, Bewegungsstörungen der Extremitäten, Sprechstörungen, Kiefersperre, Schiefhals.
Ab der zweiten Woche kann ein neuroleptikabedingtes Parkinson-Syndrom mit Zittern, wächserner  Erstarrung und Bewegungslosigkeit hinzukommen.
Durch die Gabe anticholinerg wirkender Parkinson-Mitteln bilden sich diese Symptome aber i.d.R. zurück.
Bei Langzeitbehandlungen kommt es gelegentlich vor allem bei älteren oder zerebral vorgeschädigten Patienten zu Spätdyskinesien wie Tics, Zuckungen, Schaukelbewegungen, Bewegungsstörungen. Diese sind oft irreversibel, weswegen bei Auffälligkeiten dieser Art sofort durch Dosisregulierung oder Umstellung auf ein anderes Neuroleptika gegengesteuert werden muss.
Die oben erwähnten Parkinsonmittel sind hier wirkungslos, Benzodiazepine können manchmal helfen.
Nach längerer Behandlungsdauer kann es auch zu äusserst quälender Sitz- oder Bewegungsunruhe kommen (Akathisie/Tasikinesie). Hier hilft nur Dosisreduktion bzw. Wechsel auf ein anderes Mittel.

Wirkungsweise:
Neuroleptika greifen vor allem regulierend in den Dopaminhaushalt ein über die Blockade der entsprechenden Rezeptoren.
Sie steuern somit einer dopaminergen Überfunktion entgegen, vor allem im Bereich der mesolimbisch-mesocorticalen Bahnen, die eng mit dem limbischen System verknüpft sind. Dies sei hier nur erwähnt, weil dieser Bereich des Gehirns mit Gedächtnis-,Lern- und affektiven Funktionen(Emotionskontrolle) in Verbindung gebracht wird. Geringeren Einfluss haben sie aber auch auf andere Botenstoffe (Serotonin, Histamin, Acetylcholin, Noradrenalin)
Die Wirkung dieser typischen Neuroleptika zielt vor allem auf die Positivsymptomatik des Psychose (Wahn, Sinnestäuschungen etc.)

Daneben gibt es inzwischen sogenannte atypische Neuroleptika/Antipsychotika, welche gezielter die Minussymptomatik (mangelnder Antrieb,Intresse-/Gefühlsmangel. etc.) beeinflussen. Sie haben  keine oder geringere extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen, können zu Gewichtszunahme führen und sind aber noch relativ neu auf dem Markt.

Kurz erwähnt werden sollen hier auch zwei weitere Hauptgruppen:

                                                      Antidementiva/Nootropika
Diese Arzneimittel sollen bestimmte Hirnfunktionen wie Gedächtnis, Lern- Denk- und Konzentrationsfähigkeit verbessern -oder zumindest stabilisieren.
Wichtigste Zielgruppe sind geriatrische (ältere) Patienten, bei denen es im Rahmen des geistigen, zerebralen Abbauprozesses zu chronischen dementiellen Schädigungen kommt.
Im Vordergrund steht eine Stoffwechselverbesserung der noch nicht degenerierten Gehinzellen.
Die Anzahl der Präparate ist zahlreich und unterschiedlich in ihren -vermuteten- Wirkweisen, die Wirkmechanismen sind häufig noch hypothetisch
Bei Alzheimer-Patienten z.B.geht man von einer Störung im Acetylcholinhaushalt aus, auf welche die Medikamente gegensteuernden Einfluss haben sollen.
Leider haben die momentanen Mittel überwiegend erhaltende Funktion und wirken kaum bei schweren Demenzen. Bereits erfolgte zerebrale Schädigungen könne i.d.R. nicht mehr mit Erfolg behandelt werden. Die Forschung steht in diesem Bereich noch am Anfang.
Neben der Gabe von Medikamenten ist zur Erhaltung oder der Verlangsamung des geistigen Abbauprozesses die psychosoziale Betreuung der Kranken wesentlich. Gedächtnis- und Konzentrationstraining sowie körperliche Aktivität sind wesentliche Therapieinhalte.

                                              Psychostimulanzien

 -wirken vorwiegend antriebsstimulierend, psychisch anregend und zumindest kurzfristig leistung- und konzentrationssteigernd. In höheren Dosen wirken sie euphorisierend. Teilweise führen sie zu unterdrücktem Hungergefühl und geringerem Schlafbedürfnis.
 In diese Gruppe fallen zahlreiche chemisch unterschiedliche Stoffe, Koffein und Nikotin ebenso wie die Droge Kokain.
Eine der bekanntesten Gruppen dürften die Amphetamine sein, die bereits seit langem oftmals illegal zur Leistungssteigerung verwendet werden.
Entzugssymptome sind vor allem Erschöpfung, Schlafstörungen, depressive Verstimmung,Angst-. und Erregungszustände die teilweise Monate dauern können.
Überdosen können zu Herz-/Kreislaufstörungen ,Schwitzen, hohem Fieber und Krampfanfällen führen.  Weiterhin können psychotische Symptome wie optische Halluzinationen und Verfolgungswahn auftreten. Mit Neuroleptika können diese Psychosen erfolgreich behandelt werden.
Therapeutischen Einsatz finden Sie überwiegend nur noch bei Narkolepsie (zwanghaften Schlafanfällen) sowie hyperkinetischen Syndromen bei Kindern. Bekannt (und auch umstritten) ist das amphetaminähnliche Mittel Ritalin, Kinder werden hierdurch motorisch ruhiger und konzentrierter.
Speziell hier wurde eine physische Abhängigkeit noch nicht beobachtet.

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