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                                   Schizophrenie:Nur geträumt ??

Kennen Sie diese seltenen Momente, wo sie aus einem intensiven Traum erwachen und sich fragen, ob Sie wach sind oder noch träumen. Für einen kurzen Moment verweilt man in einem Grenzbereich zwischen Realität, Phantasie und Vorstellungskraft.
Jetzt stellen Sie sich vor, dauerhaft in diesem Grenzbereich zu leben, dann haben Sie vielleicht ein ungefähres Bild von dem, was man sich unter einer (ausgeprägten) Schizophrenie vorzustellen hat.

Oder stellen wir uns einmal vor, nach einem erlebnisreichen, anstrengenden Tag(Ärger mit dem Chef, Mobbing,das Auto streikt) in einer überfüllten S-Bahn (jugendliche Rapper, ein streitendes Ehepaar,ein Besoffener etc.) durch den Berufsverkehr zu fahren , in der Ferne die startenden Flugzeuge und die heranziehenden Wolken eines Gewitters wahrzunehmen und zu wissen, dass man zu spät zur Schulaufführung der Tochter kommt,die pubertätsbedingt momentan grosse Schwierigkeiten macht. .
Die Verarbeitung dieser zahlreichen inneren und äusseren Eindrücke geschieht grösstenteils automatisch, unser Gehirn filtert die zahlreichen Eindrücke , schützt uns damit vor einer Überlastung.

Der an Schizophrenie Erkrankte hat Schwierigkeiten zwischen Realität und Vorstellung zu unterscheiden. Er weiss nicht mehr, ob sein Handeln, Fühlen, Wollen und Denken seinem eigenen Willen entspricht oder “von aussen” aufgezwungen wird. Manchmal hören er Stimmen, die ihn beschimpfen, Kommentare zu allem abgeben oder sogar zum Selbstmord auffordern.
Die Verarbeitung der Informationen ist gestört, die Grenzen zwischen dem Ich und der Umwelt verschwimmt.
Schizophrene reagieren auf innere und äussere Reize, die der Gesunde gelernt hat zu ignorieren.
Farben oder Geräusche können ungewöhnlich lebhaft wahrgenommen werden, Nebensächliches erhält oft unangemessene Bedeutung.
Die Welt erscheint fremd, unheimlich, beängstigend und kann in ihrer Komplexität nicht mehr ertragen werden.
In Verbindung mit mysteriösen Gefühlen, Wahnwahrnehmungen, Halluzinationen entsteht eine veränderte Realität, die vom Erkrankten als wirklich angenommen wird.
In vielen Fällen fühlt der Betroffene sich verfolgt, entwickelt paranoide Wahnvorstellungen.
Da die Krankheit oft nicht sofort als solche erkannt wird, reagiert die Umwelt mit Unverständnis. Ehepartner, Kinder, Polizei versuchen dem Erkrankten ihm seine Wahrnehmung der Wirklichkeit auszureden, was dazu führt, dass der Erkrankte sich im Stich gelassen fühlt. Eine Abwärtsspirale aus Hoffnungslosigkeit, Sich-im Stich-gelassen-Gefühl, Angst, und Stress entsteht, aus der es kein Entrinnen ohne ärztliche Hilfe gibt.
Es kommt zu einem Rückzug in eine selbstgeschaffene Realität mit Apathie, Interesselosigkeit, sozialer Isolierung, erhöhter Konfliktbereitschaft.

Diese Einleitung sollte ein Gefühl dafür vermitteln, was man sich unter Schizophrenie aus Sicht der Betroffenen vorzustellen hat. Diese haben sehr oft auch kein Krankheitsbewusstsein, die Ursache ihrer Probleme werden nicht einer Erkrankung, sondern einer “krankmachenden Umwelt” zugerechnet.

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